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Huacachina Buggy- und Sandboarding-Tour im Test: die Fahrt zum Sonnenuntergang

Huacachina Buggy- und Sandboarding-Tour im Test: die Fahrt zum Sonnenuntergang

Huacachina: Sandboarding and Dune Buggy Tour at Sunset

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Huacachina ist eine winzige, palmengesäumte Lagune, umgeben von einigen der höchsten Sanddünen Amerikas, und fast niemand kommt hierher, um in der Lagune zu schwimmen. Man kommt für die Buggys und das Sandboarding, und die hier getestete Fahrt zum Sonnenuntergang ist die beliebteste Variante von beidem. Sie ist schnell, laut und macht wirklich Spaß, aber sie ist auch körperlicher, als das Marketing andeutet, und der Anbieter, den man wählt, ist hier wichtiger als bei fast jeder anderen Tour an der Südküste. Hier ist, was das Erlebnis tatsächlich bietet und wie man es vernünftig angeht.

Was die Tour tatsächlich beinhaltet

Ein Fahrer holt euch in der Nähe der Oase in einem offenen Buggy mit Platz für sechs bis zehn Personen ab und fährt dann hinaus in das Dünenfeld rund um Huacachina. Die erste Phase ist die Buggy-Fahrt selbst: zehn bis zwanzig Minuten, in denen es Dünenhänge hinauf und hinunter geht, über Kämme und in Mulden hinein. Zwischen den wilderen Abschnitten hält der Fahrer an immer steileren Hängen zum Sandboarding und reicht gewachste Bretter aus.

Das Sandboarding ist gestaffelt. Man beginnt an einem moderaten Hang, um ein Gefühl dafür zu bekommen, und wechselt dann zu höheren, schnelleren Flanken. Die meisten fahren bäuchlings, kopfvoraus, was schnell und verzeihend ist. Die ganze Runde ist so getaktet, dass man bei Sonnenuntergang für Fotos an einem hohen Aussichtspunkt über den Dünen steht, bevor der Buggy euch zur Oase zurückbringt.

Inklusive: der Buggy, der Fahrer, die Brettleihe und das Wachs. Nicht inklusive bei den meisten Angeboten: der Zugang zur Lagune von Huacachina oder die kommunale Gebühr, wo sie erhoben wird, sowie jegliches Essen, sofern ihr nicht die Picknick-Variante gebucht habt. Tragt Kleidung, die sich ruhig mit Sand füllen darf, denn das wird sie.

Preise und Abfahrtszeiten zum Sonnenuntergang für die Buggy-Tour prüfen

Die Preiswahrheit: Soles, Dollar und Wert

Die Buggy-und-Sandboard-Tour bei Sonnenuntergang kostet meist S/60 bis S/120 (etwa USD 16 bis USD 32) und ist damit eine der günstigsten Adrenalin-Aktivitäten in Peru. Der Preis schwankt je nach Saison, Gruppengröße und ob ihr am Hostel-Tresen in Huacachina oder im Voraus über einen Anbieter bucht. Es gibt keine großen versteckten Gebühren, was eine erfrischende Abwechslung zu den Rundtouren in Paracas und Nazca ist, auch wenn manchmal eine kleine Lagunen- oder Kommunalgebühr anfällt.

Für das Geld ist es ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis: anderthalb bis zwei Stunden echtes Abenteuer zum Preis eines Restaurantessens. Die Picknick- und die längeren Varianten kosten mehr und bieten Essen oder zusätzliche Dünenzeit, aber die Kernfahrt zum Sonnenuntergang ist das wesentliche Erlebnis.

Was uns gefallen hat

Die Buggy-Fahrt ist ein echter Nervenkitzel, näher an einer Offroad-Achterbahn als an einer Sightseeing-Fahrt, und die Fahrer kennen die Dünen in- und auswendig. Das Sandboarding macht mehr Spaß als erwartet; einen hundert Meter hohen Hang bäuchlings hinabzurasen ist schnell und macht süchtig, und die gestaffelten Hänge erlauben es nervösen Anfängern, sich heranzutasten. Das Sonnenuntergangslicht über einem endlosen Dünenmeer ist die eigentliche Belohnung und es fotografiert sich wunderschön.

Es ist außerdem herrlich unkompliziert. Kein früher Start, kein langer Transfer, kein Gebührenspießrutenlauf. Man läuft von der Oase los, fährt und ist rechtzeitig zum Abendessen zurück.

Was uns nicht gefallen hat

Die Fahrt ist ruppig. Die Abfahrten und Kuppen können Rücken und Nacken durchschütteln, und es gibt keine sanfte Einstellung; wer irgendwelche Wirbelsäulenprobleme hat, für den ist das nichts. Das stehende Sandboarding wird überverkauft: Die steilen Dünen werden liegend gefahren, und stehend ausprobieren darf man nur auf zahmen Hängen, also bucht nicht in der Erwartung einer Snowboard-Session.

Sand gelangt überall hinein: in die Ohren, die Kamera, das Handy, die Schuhe. Und die Qualität der Anbieter ist uneinheitlich. Eine Minderheit der Fahrer gibt rücksichtslos an, und einige Buggys sind schlecht gewartet. Bei einem seriösen Anbieter zu buchen statt bei den billigsten Hostel-Schleppern ist die beste einzelne Sicherheitsentscheidung, die ihr treffen könnt. Unser Huacachina-Buggy-Guide geht tiefer auf die Wahl einer Crew ein.

Wie das Sandboarding wirklich ist

Das Sandboarding ist die Hälfte, die die Leute unterschätzen. Die Bretter sind Holz- oder Laminatplanken mit einfachen Fußschlaufen und gewachster Unterseite; der Fahrer reibt vor jeder Abfahrt frisches Wachs auf, weil die Reibung von trockenem Wüstensand weit höher ist als bei Schnee. Am ersten, sanftesten Hang lernt man, sich mit der Brust nach unten hinzulegen, die Zehen über die Hinterkante zu haken und die Ellbogen anzulegen, womit man lenkt und bremst. Beim dritten Hang stürzt man bereits eine hundert Meter hohe Flanke mit echtem Tempo hinab, und der Rausch kommt eher einer Rodelfahrt gleich als irgendetwas, das man Boarden nennen würde.

Stehend, im Snowboard-Stil, wird im Marketing romantisiert und auf den großen Dünen selten geliefert. Der Sand trägt keine Kante so wie Schnee, die Hänge sind steiler als auf den Fotos, und ein Sturz bei Tempo auf einem stehend gefahrenen Brett ist die Art, wie man sich Handgelenke und Knöchel verstaucht. Anbieter halten die steilen Abfahrten vernünftigerweise liegend. Wenn ihr unbedingt das Stehen probieren wollt, fragt nach einem milden Hang und akzeptiert, dass ihr mehr Zeit mit Hinfallen als mit Gleiten verbringen werdet. So oder so: Rechnet damit, zwischen den Abfahrten ein kurzes Stück wieder hochzusteigen, was im weichen Sand schwerer ist, als es aussieht.

Wann man fahren sollte und wie die Jahreszeiten die Dünen verändern

Huacachina ist trocken und ganzjährig befahrbar, was einer seiner Reize ist, aber das Erlebnis verschiebt sich mit dem Kalender. Der peruanische Sommer, Dezember bis März, bringt echte Hitze, oft über 30 °C, weshalb es das Sonnenuntergangs-Slot gibt; Mittagsfahrten im Sommer sind eine Strafe. Die kühleren Monate von Mai bis September bieten mildere Nachmittage und den klarsten Himmel und sind tendenziell am angenehmsten für den Buggy und die Aufstiege zwischen den Sandboard-Abfahrten.

Der Wind ist die Variable, die im Tagesverlauf am meisten zählt. Morgens ist es meist windstill; am späten Nachmittag frischt die Wüstenbrise auf, die euch kühlt, aber auch Sand in die Luft wirbelt. Das Sonnenuntergangsfenster ist ein Kompromiss: spät genug, dass die schlimmste Hitze vorbei ist, früh genug, dass ihr für die steileren Abfahrten noch Licht habt. Welche Jahreszeit auch immer, die Dünen selbst sind riesig und verschieben sich langsam, also wechseln die Anbieter einfach zu den Flanken, die in der jeweiligen Woche in der besten Verfassung sind. Wo ihr euch einquartieren solltet und wie die Oase einen längeren Aufenthalt füllt, lest in unserem Huacachina-Guide.

Für wen diese Tour ist

Sie ist ideal für aktive Reisende, Backpacker und alle mit einem freien Nachmittag auf der Route von Lima nach Nazca, die einen Adrenalinkick ohne großes Budget wollen. Sie eignet sich gut für Familien mit Teenagern, da das liegende Sandboarding zugänglich ist und der Buggy ein gemeinsames Erlebnis bietet. Sie lässt sich natürlich mit einem Wein- und Pisco-Nachmittag kombinieren; siehe unseren Ica-Weingüter-und-Pisco-Guide.

Sie ist die falsche Tour für alle mit Rücken-, Nacken- oder Herzproblemen, für sehr kleine Kinder und für Reisende, die einen ruhigen, landschaftlichen Ausflug statt eines körperlichen wollen. Wer einfach nur die Dünenkulisse ohne die Wucht der Fahrt möchte, dem bietet ein Sonnenuntergangsspaziergang die Dünen hinauf von der Oase aus die Ausblicke ohne das Durchgeschüttelt-Werden.

Wie es sich mit den anderen Huacachina-Optionen vergleicht

Die Variante mit Abfahrt ab Ica ist im Wesentlichen dasselbe Erlebnis mit Abholung in der Stadt Ica, nützlich, wenn ihr nicht in der Oase selbst übernachtet. Die Picknick-Variante bietet Essen und einen längeren Stopp und macht aus der Fahrt einen gemächlicheren Ausflug zu einem höheren Preis. Die Ganztages-Kombination aus Paracas, Ica und Huacachina ab Lima bündelt die Dünen mit der Ballestas-Bootsfahrt und einem Weingut, was effizient, aber gehetzt ist; ihr bekommt einen Vorgeschmack auf die Buggys statt einer vollen Session.

Nutzt die Vergleichstabelle auf dieser Seite, um euch zwischen der eigenständigen Fahrt zum Sonnenuntergang und den gebündelten Tagesausflügen zu entscheiden.

Die Huacachina-Buggy- und Sandboarding-Tour zum Sonnenuntergang buchen

Praktische Tipps vor der Fahrt

Nehmt die Sonnenuntergangsabfahrt wegen des Lichts, kommt aber mit etwas Tageslicht-Reserve an, damit die steileren Sandboard-Abfahrten nicht im Dunkeln stattfinden. Tragt geschlossene Schuhe und eine Sonnenbrille und bindet lange Haare zusammen. Lasst nicht zwingend benötigte Elektronik zurück oder versiegelt sie in einer Tüte, denn feiner Sand zerstört Kamera- und Handy-Anschlüsse. Leert eure Taschen vor jeder Sandboard-Abfahrt; Handys fliegen bei den Abfahrten heraus. Und esst vorher leicht, da die Buggy-Fahrt auf vollem Magen unangenehm ist.

Wo ihr übernachten solltet, wann ihr kommen solltet und was sonst noch einen Tag in der Oase füllt, lest in unserem Huacachina-Guide und auf der Huacachina-Reiseziel-Seite.

Compare alternative tours

TourDurationRatingPriceHighlights
From Ica or Huacachina: Dune Buggy at Sunset & SandboardingCheck
Huacachina: Picnic, Dune Buggy Ride and SandboardingCheck
From Lima: Paracas, Ica, and Huacachina Day TourCheck

Häufig gestellte Fragen zu Huacachina Buggy- und Sandboarding-Tour im Test: die Fahrt zum Sonnenuntergang

Wie heftig ist die Buggy-Fahrt?

Heftiger, als die Fotos vermuten lassen. Die Fahrer stürzen sich wie auf einer Achterbahn in die Dünen, mit steilen Abfahrten, plötzlichen Kuppen und harten Kurven. Das ist echt aufregend, aber ruppig; wer Rücken- oder Nackenprobleme hat, sollte es sich gut überlegen.

Fährt man beim Sandboarding wirklich im Stehen?

Die meisten fahren bäuchlings auf dem Brett liegend kopfvoraus hinunter, was schnell und einfach ist. Stehend wie beim Snowboarden geht auf sanfteren Hängen, wenn man fragt, aber die steilen Dünen werden aus Sicherheitsgründen liegend gefahren.

Lohnt sich die Sonnenuntergangsversion trotz Aufpreis?

Ja, wegen der Kulisse. Wenn die Sonne sinkt, wird der Sand golden und die Temperatur erträglich. Der Haken: Die letzte Sandboard-Abfahrt kann im schwindenden Licht liegen, deshalb zählen die früheren Hänge am meisten.

Ist es sicher?

Grundsätzlich ja, wenn der Anbieter seine Buggys wartet und der Fahrer nüchtern und vernünftig ist. Sicherheitsgurte und ein Überrollkäfig sind Standard. Das eigentliche Risiko ist rücksichtsloses Fahren, also zählen ein seriöser Anbieter und eine nüchterne Tagescrew mehr als jedes einzelne Ausstattungsmerkmal.